

Es muss doch einen Grund haben, warum wir unsere Wände mit Tapeten schmücken. Nackte Wände mögen wir nicht. Sie sind ungemütlich und sehen primitiv aus. Also wollen wir unsere Wände veredeln. Genauso, wie wir Schuhen Glanz verleihen oder Autos lackieren. Es ist so, als ob man letzte Hand an die Wohnung legt. Erst die Tapete vermittelt die richtige Raumstimmung, den Eindruck der Vollkommenheit.
Es gibt noch andere Gründe für die Vorliebe zu Tapeten. Da ist zunächst eine visuelle Frage zu lösen. Unsere Augen vertragen keine leeren Flächen, sie suchen stets die Anhaltspunkte, wie es schon das Wort sagt: wir brauchen die Punkte, wo unsere Augen anhalten können. Auf einer einfarbigen Wand retten wir uns mit einem Kunstgriff. Wir nehmen Bilder, Kalender oder andere Requisiten, die dazu beitragen, dass die Wand überschaubarer wird. Diesem Ziel kommt die Tapete mit ihrer Musterung und ihrer Tiefprägung noch sehr viel besser entgegen. Mit ihren kleinen, feinen Höhen und Tiefen beginnt sie zu leben, liefert die vermissten Anhaltspunkte und sendet ihre Wirkung mit fröhlichen Farben und angenehmer Musterung aus. Sie lebt – und mit dem Tapetenmuster selbst ist die Orientierung auf der Fläche sofort gegeben.
Interesse geweckt? Es gibt eine neue Broschüre beim Deutschen Tapeten-Institut mit dem Titel „Wohnen mit Tapete“. Sie ist zu bestellen über die Internetseite www.tapeten-institut.de oder per E-Mail info(at)tapeten-institutdotde, oder auf dem Postweg: DTI, Postfach 940242, 60460 Frankfurt am Main.