
Die perfekte Symbiose zwischen Anstreichmedium und einem optimal dazu geeigneten Malerwerkzeug ermöglicht die Erzielung von optimalen Streichergebnissen.
In einer Welt von immer spezielleren, anspruchsvolleren und innovativen Streichmedien stellen sich auch immer höhere Anforderungen an die Malerwerkzeuge. Nur ein optimal auf das Streichmedium abgestimmter Pinsel oder Farbroller führt zu einem entsprechend hochwertigen Arbeitsergebnis. Diesem Anspruch muss der Hersteller von Malerwerkzeugen durch die richtige Auswahl der optimal geeigneten, einzusetzenden Rohmaterialien, wie Natur-, Synthetik- Borsten oder Natur- Synthetik-Mix gerecht werden.
Entscheidend für ein gutes Streichergebnis ist die Wahl des richtigen Werkzeugs. Nach dem Gebrauch werden Pinsel und Roller sorgfältig gereinigt, um sie mehrmals verwenden zu können. Denn ein guter Pinsel wird mit der Zeit immer besser. Zum Reinigen werden die Pinsel zunächst gut auf Zeitungspapier ausgestrichen.
Für Kunstharzlacke und High Solid Lacke verwenden Sie zur Reinigung Universal Verdünner oder Terpentinersatz. Dabei sollte Hautkontakt vermieden werden, am besten mit Handschuhen arbeiten. Für Acryllacke verwenden Sie Wasser zur Reinigung. Werden Pinsel nach der Reinigung in dünnen Kleister getaucht, spreizen sie nicht aus.
Zum längeren Aufbewahren werden Pinsel trocken aufgehängt, zum Beispiel an einem Nagel über einem hohen Glas. Für eine längere Pause oder über Nacht müssen die Werkzeuge nicht gereinigt werden. Wickeln Sie einfach Pinsel und Rollen in Alufolie oder Plastiktüte ein; so trocknen sie nicht aus und können später weiter verwendet werden. (Quelle: Dulux)

Zu der Auswahl der optimal geeigneten Rohmaterialien sind die folgenden "Aufgabenstellungen" eines Malerpinsels zu berücksichtigen:
* 1. Farbaufnahme (max.)
* 2. Farbe halten (d.h. tropffrei)
* 3. gleichmäßige Farbabgabe/-applikation
So ist Chinaborste hervorragend für die Verarbeitung von lösemittelhaltigen Systemen geeignet, für wasserbasierende Acryllacke aber eher weniger.
Bei der China- oder Schweineborste handelt es sich um ein reines Naturprodukt, das in seiner Charakteristik Wasser absorbiert. Dadurch verliert die Chinaborste beim Verarbeiten von wasserbasierenden Farben schnell die Form und wird zum "Struppi".
Speziell verarbeitete Synthetikborsten (bei der durch das sogenannte "Flagging" eine Aufsplissung der Borstenspitze erzielt und somit eine Optimierung der Finish Eigenschaft der Synthetikborste, nämlich ein guter Farbverlauf, erreicht wird) absorbieren kein Wasser und behalten ihre Form.
Ein synthetischer Besatz wird als pure Synthetik-Ware oder als Mischung mit Chinaborste eingesetzt und empfiehlt sich zum Einsatz bei wasserbasierenden Systemen und bei dünnflüssigen Lasuren.
Bei der Chinaborste gibt es neben der hellen Naturborste auch noch die wesentlich kräftigere und formstabilere schwarze Schweineborste (Malerqualität). Diese Charakteristik weißt auch die graue Borste auf, die hauptsächlich als Fassadenpinsel und für Dispersionsfarbe zum Einsatz kommt.
Ein wichtiges Qualitätsindiz beim Pinsel ist auch die sogenannte Topzahl. Eine Chinaborste 90% tops sagt aus, dass mindestens 90% der Borsten die maximale sichtbare Borstenlänge aufweist. Je höher die Prozentzahl, desto anspruchsvoller die Qualität.
Unterschieden wird beim Pinsel auch die sogenannte Pinselstärke, das heißt, die "Dicke" des Pinsels im Verhältnis zur Breite.
Malerqualitäten werden heute in 9. und 12. Stärke angeboten, Heimwerkerqualitäten als 6. Stärke und im Preiseinstiegsbereich wird teilweise bis zur 4. Stärke angeboten.
Je größer die Stärke, desto mehr Farbe kann der Pinsel aufnehmen und somit auch ohne Wiedereintauchen in den Farbbehälter verstrichen werden.
Mit Kork (Ringpinsel), Kunststoff- oder Kartoneinlagen (Flachpinsel) wird das Besteckungsmaterial optimal in Form gebracht und Farbkammern (Reservoirs) für eine möglichst hohe Farbaufnahme geschaffen.